1952 in Neuheim, ZG geboren, schloss Kari Joller eine Buchdruckerlehre ab. 1974-1976 besuchte er

die Schule für Gestaltung Luzern und begann seine Ausstellungstätigkeit 1979. Seit 1983 ist er freischaffender Maler und Gestalter und bietet seit 1994 Gestaltungswochen und Workshops an. Seit 2002 erscheinen regelmässig Publikation von Werkbüchern. 2013 gewann er den Schweizerischen Umweltpreis. Er ist Mitglied von «visarte zentralschweiz». www.karijoller.ch

 

Werk:

Antennen-Stuhl

Fichtenstämmchen geschält
Der Hungerbodenwald auf der Gerschnialp bietet durch seine dichte, zusammenhängende Waldstruktur wenig Möglichkeiten, mit dem Blick in die Weite zu schweifen. Er zwingt mich, die Dinge aus der Nähe zu betrachten, meine Sinne zu öffnen und einzutauchen in das eigene Innere.
Alte, gestandene Riesen und junge Bäumchen begegnen sich hier. Leben, Tod und Übergänge stehen sich hier unmittelbar gegenüber. Diesem Thema versuche ich auch in meiner künstlerischen Intervention Ausdruck zu geben.
Passend zum Thema lässt mich der Antennen-Stuhl zur Ruhe kommen. Er erdet und öffnet mich für das, was gerade ist und lässt mich gleichzeitig die Fühler ausstrecken für das, was kommen mag und mich mit dem Himmel verbindet. So zeigen es die riesigen Bäume in diesem Wald auf. Der Stuhl soll die Besuchenden anregen, sich selbst niederzulassen und den Moment auf ihre ganz persönliche Art wahrzunehmen.